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Client
Client sind absichtlich rätselhaft
und schwer definierbar. Zunächst
präsentierten sich die beiden
umtriebigen Musikerinnen Kate Holmes
und Sarah Blackwood unter den Pseudonymen
Client A und Client B als gesichtslose
Chiffren, um erst nach und nach mit
ihren wahren Identitäten ans
Licht der Öffentlichkeit zu rücken.
„Wir wollen anhand unserer Musik
bewertet werden. Außerdem macht
es uns Spaß, mit Anonymität
und Androgynität zu flirten.“
Ihr maßgeschneiderter Look erinnert
an Uniformen: teils osteuropäische
Sekretärin/Flugbegleiterin, teils
Dominatrix. Die Ästhetik spiegelt
Themen wie Voyeurismus, die urbane
Unterwelt und die dunkle Seite des
Lebens wieder.
Clients Sound ist eine nüchterne
und dennoch verführerische, im
klassischen Songwriting verwurzelte
Electro-Variante. Beeinflusst von
Joy Division, Kraftwerk, DAF, The
Smiths und der Songwriting-Tradition
des englischen Nordens sind Client
das perfekte Gegengift zum allgegenwärtigen
Wohlfühl-Pop.
Gegründet wurde die Band im Jahr
2002. Für das schlicht „Client“
betitelte Debüt-Album unterschrieben
die beiden bei Andy Fletchers Toast
Hawaii-Label. Die Produktion wurde
vornehmlich durch schräge, nur
vordergründig naiv anmutende
Beats, zynisch-intelligente Texte
und einen kalten, reduzierten Gesangsstil
geprägt. Auf dem europäischen
Festland wurde der Erstling von Publikum
und Kritikern gleichermaßen
gut aufgenommen, und traf auf eine
starke positive Resonanz in Medien-
und Kunstszene. So inspirierte es
einen deutschen Bewunderer zu einer
auf 'Client’ basierenden Installation,
während der englische Filmemacher
Nick Love die Single ‚Rock And
Roll Machine’ in seinen Film
'Football Factory’ einbaute.
Zwei Stücke fanden darüber
hinaus ihren Weg in die U.S.-Fernsehserien
„Nip/Tuck“ und „CSI“.
Das zweite Album, „City“,
wurde von Joe Wilson (Sneaker Pimps)
co-produziert. Die erste Singleauskopplung
'In It For The Money’, geriet
zu einer pointierten Reaktion auf
den Zynismus der Popkultur und avancierte
schnell zum Electro-Klassiker. 'Down
To The Underground’, die B-Seite
der Single, überrascht mit einer
Gesangseinlage von Pete Doherty (Babyshambles,
The Libertines). Weitere Gastauftritte
auf dem zweiten Album lieferten Martin
Gore von Depeche Mode und Carl Barat
(The Libertines). Außerdem wurden
wieder diverse Stücke an Film
und Fernsehen lizensiert.
Live zu spielen war für Client
seit Anbeginn ihrer Karriere eine
oberste Priorität … und
nur wenige Bands bekommen die Chance,
ihrer ersten Gigs in Arenen zu absolvieren:
als Support für Depeche Mode
im Jahre 2002 in Europa spielten sie
vor über 15.000 Menschen. Im
Jahre 2003 absolvierte die Band dann
gleich drei Europa-Tourneen, sowie
Auftritte in Frankreich, Großbritannien
(als Opener für Karl Bartos (ex-Kraftwerk)),
Deutschland, Skandinavien, Spanien,
Russland, und Mexiko. Außerdem
sind sie seit dieser Zeit an jedem
zweiten Dienstag im Monat mit ihrer
eigenen „Being Boiled“-Party
im Notting Hill Arts Club aktiv. Im
Mai 2004 folgte eine weitere Tournee,
diesmal als Support Act für Mick
Jones’ (ehemals The Clash),
und eine Vielzahl an Gigs in ganz
Europa, oft zusammen mit DJ Andy Fletcher.
Spätestens seit jener Zeit genießen
Client zu Recht den Ruf, zu den am
härtesten arbeitenden Acts in
Großbritannien zu gehören.
Im Januar 2005 wurde die Single „Pornography“
(mit Carl Barat) ausgekoppelt. Diese
konnte sich auf Platz 22 der UK Single
Charts platzieren. Live waren Client
in diesem Jahr ebenfalls wieder äußerst
aktiv. So gingen sie u.a. mit Erasure
auf Tournee, und spielten ihre ersten
Gigs in China.
Es war eigentlich nur eine Frage der
Zeit, bis renommierte Mode-Magazine
auf den ganz speziellen Charme, Charakter
und die stilsichere Präsentation
der Band aufmerksam werden mussten.
So klopften alsbald die italienischen
Ausgaben von Vogue und Vanity Fair
bei Client für Fotostrecken an,
und das bekannte italienische Modelabel
GAS schickte sie auf einer Messe auf
den Laufsteg. Als jüngster Streich
folgte eine Foto-Strecke im deutschen
FHM-Magazin im November 2006. Unter
dem „ClientArt“-Logo designen
Client darüber hinaus all ihr
Merchandise selbst, und arbeiten hart
an ihrer Internet-Präsenz. Client
zählen zu den wenigen Musikgruppen,
die von Anfang an das Marktpotential
einer globalen Marke erkannt haben,
und kümmern sich daher um Merchandise,
Präsentation, Design und Image
selbst.
Der Jahreswechsel 2006/7 sah das Trio
nun wie gehabt voller Tatendrang.
Nach ausgiebigen Tourneen, auf denen
sie mit den Pet Shop Boys, Mesh, The
Charlatans und Covenant unterwegs
waren, haben Client bei dem deutschen
Independent-Label Out of Line unterschrieben.
Mit ihrer neuen Single, „Lights
Go Out“, konnten sie Kritiker
wie Publikum gleichermaßen überzeugen.
Das dazu gehörige Erfolgslbum
„Heartland“, produziert
von Youth (u.a. The Verve, Primal
Scream) und Stephen Hague (New Order),
erschien im Frühjahr 2007, die
Hit-Singles "Drive" und
"It's Not Over" folgten...
und Client schafften es einmal mehr,
ihrem Ruf als coolste Girl-Band dieses
Planeten gerecht zu werden. Im April
2008 wurde das Album"Untitled
Remix" veröffentlicht, das
die fetzigsten Remixe, unveröffentlichten
Tracks, Kollaborationen und Raritäten
aus der "Heartland"-Ära
auf einer CD zusammenfasst, und Clients
Faible für moderne Club-Kultur
Rechnung zollt.
Das
Jahr 2009 steht nun ganz unter dem
Stern von "Command", dem
neuen Client-Longplayer. Verstärkt
durch die neue Bassistin Emma Fox
(Client E) haben Kate und Sarah sich
auf die Essenz ihres einzigartigen
Sounds konzentriert. „Command“
ist eine raue, ehrliche Produktion,
in der analoge Synthesizer und minimalistische
Electro-Arrangements mit satten, club-tauglichen
Rhythmen dominieren. Getreu dem Motto
„weniger ist mehr“ hat
das Trio aus diesen Grundzutaten ein
ausgesprochen vielseitiges Album gezaubert.
Es erscheint Anfang März und
zu dem Track "Can You Feel"
hat die Band in Berlin außerdem
noch einen spannungsgeladenen Auftragskiller-Videoclip
gedreht. Da die drei bezaubernden
Workaholics Stillstand hassen, ist
auch wieder mit ausgiebigen Tour-Aktivitäten
zu rechnen, auf denen die Massen dem
adretten Trio wieder in Scharen zu
Füßen liegen werden.
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