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And
One
Alles ist möglich! Wenn es einen
Leitspruch gibt, der die Musik von And
One treffend beschreibt, dann diesen.
Die Gruppe um Steve Naghavi erfindet
sich mit jedem ihrer Alben neu, und
schafft es trotzdem, immer unverkennbar
nach And One zu klingen. Zwischen den
Eckpfeilern Electronic Body Music und
Pop wird jeder Song zu einem neuen Abenteuer
– mal sperrig, mal ein sicherer
Kandidat für die Charts. Nun stehen
die Zeichen auf „Bodypop“
… und kaum ein Albumtitel könnte
das musikalische Universum von And One
besser umschreiben: direkt, lasziv,
provokant … ein gnadenloses Tanzkommando
oder ganz großes Kino: sie beherrschen
beides. Ein Blatt vor den Mund genommen
haben Naghavi und Co. noch nie. Sei
es im Lustigen oder im Ernsten: And
One lieben es, zu provozieren und zu
polarisieren, und schaffen es dabei,
trotzdem immer so charmant und frech
zu bleiben, dass man ihnen ALLES durchgehen
lässt.
Vielleicht
ist es gerade das, was das Geheimnis
dieser Band ausmacht: dieser permanente
Pioniergeist, mit dem sie jedes neue
Album so angehen, als wäre es
ihr Erstes, als gäbe es eine
völlig neue Welt zu entdecken.
Dabei sind And One, obwohl sie ausschließlich
mit elektronischen Klangerzeugern
arbeiten, nie nur teutonisch-kühl,
wie die Wegbereiter der gesamten Szene:
Kraftwerk. Nein… die Songs sprudeln
nur so über vor Energie und Emotionen.
Anstelle distanziert vor sich hinzuplätschern,
gibt es bei And One immer die direkte
Konfrontation in Form eines ironischen
Schlages ins Gesicht. So mag man es
denn auch kaum glauben, dass sich
diese Gruppe bereits 1989 gegründet,
und musikalisch so viel erreicht hat,
dass sie sich längst eine ureigene
Nische in der Populärkultur einrichten
konnte. Man könnte sogar sagen,
dass wenige Gruppen die deutsche Musiklandschaft
der Nachwendezeit so nachhaltig mit
ihren Songs und Aktionen geprägt
haben, wie And One. Aber anstelle
in Stagnation zu verfallen und sich
auf dem Geleisteten zur Ruhe zu setzen,
wie es die meisten anderen Künstler
tun, klingen And One noch immer so
frisch und ungestüm, als hätten
sie gerade ihr Debüt aufgenommen
– immer auf der Suche nach neuen
Abenteuern und immer voller Energie.
Steve
Naghavi, Chris Ruiz und Gio van Oli
stürzen sich also jetzt mit Volldampf
in das neueste Abenteuer - ein Album
mit Coverversionen einiger ihrer Lieblingssongs.
Warum ausgerechnet Coverversionen?
Weil die Band die Zeit für angebracht
sah, diese Songs einer neuen Generation
zu vermitteln. Und weil sie Spaß
daran haben, natürlich. Erwartet
das Unerwartete!
Vielleicht
ist es so, dass das Leben viel zu
spannend ist, um in Langeweile zu
stagnieren…
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